NEU!
Steuersparbuch 2019

Das Buch „Geld zurück vom Finanzamt 2019“ ist da!

Mit Freude dürfen wir mitteilen, dass das neue Steuersparbuch 2019 nun erhältlich ist!

" Wohin steuern die Steuern .... "

Gruppenbesteuerung § 9 KStG 1988 Organschaft (bisher)

Kapitalbeteiligung > 50 % am Nennkapital

(auch nur mittelbar und indirekt möglich)

Finanzielle Eingliederung (ab > 50, eher 75 %)
Stimmrechtsmehrheit Organisatorische und wirtschaft. Eingliederung
Gruppenanteil Ergebnisabführungsvertrag
Mindestdauer 3 volle Jahre  

Gruppenträger (GT)- idR unbeschränkt steuerpflichtige Kapitalgesellschaften (operativ oder vermögensverw. tätig); aber auch beschränkt steuerpfl. EU-Kap.ges., die den Ort der Geschäftsführung in einem Mitgliedsstaat des EWR haben, wenn sie mit einer Zweigniederlassung im FB eingetragen sind und die Bet. der Zweigniederl. zuzurechnen ist.

Mehrmüttergruppen über Beteiligungsgemeinschaften (mind. 40% + mind. 1 x 15%) - auch auf mittlerer Gruppenebene möglich.

Gruppenmitglieder (GM) - idR unbeschränkt steuerpflichtige Kapitalgesellschaften; aber auch ausländische Körperschaften, wenn mit inländischen GT oder GM (un-)mittelbar finanziell verbunden. Ausl. Ergebnisse sind nach österreichischem Ertragsteuerrecht zu ermitteln.

Eintritt in die Gruppe: Nötige Kapitalbeteiligung am Beginn des Wirtschaftsjahres und Gruppenvertrag vor Ende des Wj. Keine Verpflichtung sondern Wahlrecht - durch Gruppenvertrag.

Gruppenvertrag: u.a. Wirksamkeitsdauer, Steuerumlage (beim Gläubiger steuerfrei, beim Schuldner nicht abzugsfähig), Austritt.

Wirkungsweise der Gruppenbesteuerung:

Saldierung aller pos. + neg. Ergebnisse inl. GM sowie neg. Ergebn. ausl. GM.Im Verlustfall trägt der GT die Mindest-Köst sämtlicher GM.

Vor- und Außergruppenverluste (Umgr.) eines GM können nur mit Gewinnen dieses GM verrechnet werden (jedoch ohne der 75 % Grenze, somit zu 100 %!).

Die Ergebnisse der inländischer Gruppenmitglieder werden zu 100 % dem GT zugerechnet, auch wenn der GT zB nur zu 51 % beteiligt wäre (beim GT gilt wiederum die 75 % Verlustvortragsgrenze). Bei Beteiligungsgemeinschaften ist das Ergebnis den GTn im Ausmaß ihrer Beteiligung zuzurechnen.

Ausländische Verluste sind beim Gruppenträger in jenem Jahr nachzuversteuern , in dem diese im Ausland verwertbar werden.

Teilwert-AfA auf Beteiligungen an GM sind steuerlich nicht mehr möglich (wegen 100%iger Ergebniszurechnung und Vermeidung mehrfacher Verlustverwertung).

Werden operative Inlandsbeteiligungen nach dem 31.12.2004 von nichtkonzernzugehörigen Unternehmen angeschafft und in die Gruppe aufgenommen, so besteht die Möglichkeit, einen Firmenwert (max. 50 % der Ako.) auf 15 Jahre verteilt abzuschreiben, solange die Gesellschaft Gruppenmitglied ist (Firmenwert = Ako. - ant. EK -ant. still. Res. im nicht abnutzbaren AV). Wird die Gruppe erst später gebildet, "verfallen" die ersten 1/15tel.

Austritt: Innerhalb von 3 Jahren => Rückführung aller steuerlicher Wirkungen!

Nach 3 Jahren: eventuelle Verlustvorträge, die das GM ohne Gruppe angesammelt hätte, verbleiben beim GT (Regelung der Steuerumlage im Gruppenvertrag aus gesellschaftsrechtlicher Sicht wichtig). Übernommene Auslandsverluste sind im Zeitpunkt des Austrittes aus der Gruppe nachzuversteuern.

Inkrafttreten: Ab Veranlagung 2005, Firmenwertabschreibungen sind nur auf Beteiligungsanschaffungen nach dem 31.12.2004 möglich. Nahtlose Überführung bestehender Organschaften ist möglich, indem ein Gruppenantrag bis 31.12.2005 an das FA geschickt wird - anderenfalls erlischt die Organschaft in steuerlicher Hinsicht.

Vorteile: zeitnahe Verwertung von Verlusten, Verwertung auch nachhaltiger Verluste einer Konzerngesellschaft, Verwertung ausl. Verluste im Inland, Firmenwertabschreibung.

Rechtsquellen: § 9 KStG idF AbgÄG 2004, Einführungserlass zur Gruppenbesteuerung (in Ausarbeitung)

2. Sonstige Neuerungen ab 2005 (Entlastungsvolumen insgesamt rd 2,5 Mrd Euro)

2.1. Körperschaftsteuersatz von 34 % auf 25 % ab 1.1.2005: => maximaler linearer Steuersatz von 43,75 %

Strategie: Einbringung (wenn berufsrechlich zulässig, dzt. nicht so etwa bei Ärzten) oder für Gewerbetreibende: begünstigte Besteuerung des nicht entnommenen Gewinnes als Alternative.

Herabsetzungsanträge für Körperschaftsteuervorauszahlungen (anhand einer konkreten Planungsrechnung).

2.2. Zinsenabzug bei Fremdfinanzierung von Beteiligungserwerben: Damit werden bisher notwendige Umgründungen obsolet.

2.3. Wertpapierdeckung für Abfertigungsverpflichtungen: Ab dem 1.1.2005 kann der Wertpapierbestand auf 20 % der fiktiven Abfertigungsansprüche auf Basis der Abfertigungsrückstellungen am Ende des Wirtschaftsjahres 2003 reduziert werden.

2.4. Berücksichtigung von Auslandsverlusten: Im Ausland nicht berücksichtigte (nach österreichischem Recht ermittelte) Verluste sind bei der Ermittlung des Einkommens anzusetzen, jedoch in jenem Jahr, in dem sie im Ausland berücksichtigt werden/werden könnten, entsprechend den Einkünften hinzuzurechnen.

2.5. Wegzugsbesteuerung: Die im Zuge des Transfers von Wirtschaftsgütern oder Betrieben bzw. Betriebstätten oder Beteiligungen ins EU-Ausland (auch EWR-Staat mit vergleichbarer Amtshilfe) entstehende Steuerschuld darf auf Antrag bis zur tatsächlichen Veräußerung nicht festgesetzt werden.

2.6. Neuregelung des Gebäudepivilegs bei Betriebsaufgabe: Nichterfassung stiller Reserven in Gebäudeteilen, die dem Steuerpflichtigen bis zur Betriebsaufgabe als Hauptwohnsitz gedient haben.

- jederzeitige (auch sofortige) Vermietung nicht schädlich;

- bei allfälliger Vermietung ist der Wertansatz für die AfA um die (unversteuerten) stillen Reserven zu kürzen;

- auf die neue Rechtslage kann vom Steuerpflichtigen optiert werden, die vor dem 31.12.2004 stillgelegt haben.

2.7. Schul- und Studienkosten als begünstigte Aus- und Fortbildungs- oder Umschulungskosten:

auch AHS, Universitätsstudium - allerdings nur, wenn im Zusammenhang mit einer vom Steuerpflichtigen ausgeübten oder verwandten Tätigkeit oder einer umfassenden Umschulungsmaßnahme (rückwirkend ab Veranlagung 2003).

2.8. Wegfall der Möglichkeit zur Übertragung stiller Reserven (§ 12 EStG) bei Körperschaften ab 1.1.2005

Durch Dotierung einer § 12 EStG Rücklage neben dem Zinsgewinn noch ein 9 %iger "Steuersatzdifferenzgewinn"!

Für natürliche Personen weiterhin (unter Beachtung der bisherigen Voraussetzungen) möglich.

 2.9. Auslaufen der Investitionszuwachsprämie (Anträge nunmehr bis zur Rechtskraft des Bescheides möglich)

 2.10. Angemessenheitsgrenze für PKW von EUR 34.000,00 auf EUR 40.000,00 ab Anschaffungen nach dem 1.1.2005

2.11. Die Obergrenze für den Sachbezug beträgt damit ab 2005 EUR 600,00 (bisher EUR 510,00)

2.12. Kirchenbeiträge ab 2005 bis EUR 100,00 (bisher EUR 75,00) absetzbar.

2.13. Gewinn aus Preisausschreiben werden rückwirkend von der Schenkungssteuer befreit (Rückforderung möglich!)

2.14. Steuerfreiheit von Essensbons: EUR 4,40/Tag für Gasthäuser; EUR 1,10/Tag für Lebensmittel

2.15. Anhebung der jeweiligen Pendlerpauschale (idR ab 20 km)

3. Der neue Einkommensteuertarif ab 1.1.2005 (erwartete Entlastung von etwa 1 Mrd. Euro)                  

"Die Einkommensteuer beträgt jährlich:

Bei einem Einkommen von Einkommensteuer Steuersatz
€ 10.000 und darunter  € 0  0 %
€ 25.000  € 5.750  23 %
€ 51.000  € 17.085  33,5 %